Wichtig !!!
Mindestens einmal im Jahr Kotproben untersuchen lassen!!!
Möglichst bis Anfang August oder spätestens ca. 8
Wochen vor der mindestens 4-wöchigen Vorbereitung auf die Winterstarre
den Kot auf Parasiten untersuchen lassen.
Horsfieldii´s
schon im Mai/Juni, da sie im Sommer auch nicht aktiv sind.
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Nachtrag vom 6.10.2007 (Zu dem Tatbestand, das ich momentan 3 Kisten mit Kröten hier sitzen habe, die bei ihren Haltern nicht mehr fressen wollten und noch sehr spät entwurmt wurden).
Ich kann wirklich nur immer wieder darauf hinweisen, die Kotuntersuchung frühzeitig machen zu lassen. Oft ist dann wegen Urlaub oder anderer Sachen keine Zeit dafür und man schiebt es vor sich hin. Dann hab ich oft den Fall, das die Leute Ende September vor der Tür stehen und die Tiere haben Wurmbefall.
Wenn es nur ein ganz geringer Befall ist, würde ich zu so später Zeit im Jahr lieber so einwintern und nach der Winterstarre entwurmen. Dafür muß die Kotprobe aber auch von 3 aufeinander folgenden Tagen gemacht worden sein. Bei Kotproben von nur einem Tag kann auch mal ein geringer Befall festgestellt worden sein, obwohl es wirklich schon schlimmer ist. Die Würmer legen nicht jeden Tag Eier und da der Wurmbefall an der Menge Eier im Kot festgestellt wird, kann das mal mehr oder weniger sein.
Ist es ein starker Befall und es muß entwurmt werden, sollte man sich im klaren darüber sein, das die Tiere wirklich noch für 6-8 Wochen voll wach sein müssen und auch noch entsprechend fressen sollten. Zumindest muß jeden Tag durch Wärme und helles Licht für genügend Stoffwechsel gesorgt werden, damit die Tiere das Wurmmittel und auch die toten Würmer alle loswerden. Dann folgt noch die 4-wöchige Einwinterungszeit und dann sind schnell mal 3 Monate weg. Dann ist das Jahr schon rum und es ist nur noch eine verkürzte Winterstarre möglich. Die Tiere kommen dabei natürlich total aus dem Konzept. Falls der Befall so stark ist, das man nach 3 Wochen nochmal entwurmen muß, dann gilt die Zeitangabe natürlich ab der letzten Wurmmittelgabe.
Bis Mitte September denken die Leute dann immer, dass es kein Problem ist, die Tiere weiter zu füttern. Aber ab Angang Oktober fressen die Tiere dann oft schon nicht mehr und kommen kaum noch aus ihren Schlafhöhlen. Wenn man die Tiere aber zu früh einwintert, ist meistens eine Sepsis vorprogrammiert, was auch schnell zu Tod der Tiere führen kann.
Falls Sie also absehen können, das es im Juli/August nicht klappt (Urlaub etc.), dann schicken Sie die Probe lieber im Juni oder von mir aus im Mai ein. Besser zu früh als zu spät.
Weiterhin sollte man sich Gedanken um die Fütterung machen. Vor allem wenn es öfters mal zu Wurm-oder Einzellerbefall gekommen ist. Normalerweise kommen die Tiere mit einem geringen Befall klar. Wird der aber stärker, so sollte man abwägen ob genügend faserreiche Nahrung gegeben wird und/oder ob vielleicht Stress im Gehege ist. Endweder durch rivalisierende Tiere, durch eine falsche Geschlechter-Zusammenstellung (zu viel Männchen, zu wenig Weibchen) oder auch durch eine schlechte Gehegestrukturierung. Kommen die Tiere wirklich immer auf ihre Stoffwechsel-Temperatur? Das Gewächshaus ist vielleicht bei Sonne schnell mal aufgeheizt, aber was ist, wenn es mal 3 Wochen mieses Wetter ist? Weiterhin kann es sein, das die Tiere zu viel hoch genommen werden oder sogar, was bei manchen auch immer noch vorkommt, nur morgens raus und abends rein geholt werden. Das Gehege und Frühbeet/Gewächshaus sollte schon so eingerichtet sein, das die Tier hier immer die richtigen Temperaturen vorfinden und auch das sie genügend abgesichert sind. Z.B. Nachts gegen Ratten, Marder, Mäuse. Wenn das gewährleistet ist, braucht man sich auch keine Sorgen machen und kann sie im Gehege belassen. Das ist natürlich erstmal mit etwas Aufwand verbunden, aber es lohnt sich auf alle Fälle.
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Kotproben einschicken:
Falls Sie keinen Schildkröten erfahrenen Tierarzt in Ihrer Nähe haben, der auch
selbst den Kot untersuchen kann, dann können Sie das Untersuchungsmaterial an
folgende Adresse schicken:
Staatliches
Veterinäruntersuchungsamt
Westerfeldstr 1
32758 Detmold
Telefon: 0 52 31/9
11-9
http://www.svua-detmold.nrw.de/
An drei aufeinander folgenden Tagen Kot absammeln
(möglichst ohne Dreck und nicht aus dem Badewasser fischen). Falls Sie nichts
finden, am besten die Tiere für kurze Zeit in eine saubere Kiste setzen und
dort frisches Futter geben. Evtl. mit einer Lampe aufwärmen, aber unbedingt
beachten, das die Tiere in der Kiste nicht überhitzen.
Einen Tropfen Wasser auf den gesammelten Kot geben, damit
er nicht austrocknet und kühl stellen. Bei mehreren Tieren kann man auch eine
Sammelprobe von der Gruppe machen. Sollte eine was haben, dann haben meistens
alle was.
Den Kot von kleinen Tieren kann man in eine Filmdose
füllen. Den von größeren Tieren in eine kleine Plastiktüte, die man dann in
eine weitere einpackt. Also so, das man es sauber verschicken kann.
Ein Begleitschreiben sollte nicht fehlen, z.B. Tierart,
Alter etc., was untersucht werden soll und wohin die Rechnung schickt werden
soll.
Sollte ein behandlungswürdiger
Befall an Parasiten festgestellt werden, bitte nach der Entwurmung durch
einen Schildkröten erfahrenen Tierarzt, noch mindestens 6-8 Wochen
gut füttern. Das heißt mindestens 10-12 Stunden täglich Wärmelampe und
Hqi-Strahler anlassen und jeden 2. Tag Osram-Vitalux 15 Min. – also den Sommer
simulieren. Die Tiere müssen richtig guten Stoffwechsel haben. Nach
6 Wochen dann langsam die Wärmelampe auf 6-8 Stunden runterfahren und weitere 2
Wochen später frühestens mit der mindestens 4-wöchigen Wintervorbereitung
anfangen. Während der Wintervorbereitung erst die Temperatur-und
Beleuchtungszeit runterfahren wie für die Winterstarre beschrieben. Also von
der letzten Eingabe des Entwurmungsmittels bis zur endgültigen Einwinterung
(Kühlschrank etc.) sollten 3 Monate liegen. Haben die Tiere nicht mehr die
Möglichkeit, z.B. durch zu geringen Stoffwechsel wegen mangelnder Wärme, die
Giftstoffe des Entwurmungsmittels abzubauen, kann das während der Winterstarre
zu Komplikationen führen. Oftmals auch zum Tod des Tieres. Außerdem können
abgestorbene Würmer, die während der Winterstarre im Körper der Schildkröte
bleiben, zu einer Sepsis bzw. Blutvergiftung führen.
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Kotproben direkt zum Tierarzt:
Falls Sie einen Schildkröten erfahrenen Tierarzt in der
Nähe haben, der die Kotproben selbst untersuchen kann, dann kann man den Kot
auch zusätzlich auf Einzeller untersuchen lassen. Einzeller sterben nach 1-2
Stunden nach verlassen des Körpers ab und sind dann nicht mehr festzustellen.
Deshalb geht das beim Verschicken nicht, denn man benötigt dafür ganz frischen
Kot. Am besten packt man die zu untersuchenden Tiere ein und nimmt sie mit zum
Tierarzt. Oft wird dann während der Fahrt schon Kot in die Transportkiste
abgegeben oder spätestens beim Tierarzt durch die ganze Aufregung. Falls nicht,
kann da dann auch eine Kloaken-Spülung gemacht werden.
In meiner Nähe gibt es z.B. eine Schildkröten erfahrene Tierärztin, die selbst
die Kotproben untersucht. Es ist
Frau Dr. Pante in Melle
www.tierarztpraxis-pante-melle.de
Bei Befall können hier die Tiere auch gleich behandelt
werden. Auch mit anderen Schildkrötenerkrankungen kennt sie sich sehr gut aus.
Außerdem kann man an Vorträgen teilnehmen z.B. über Ernährung oder Krankheiten
der Schildkröten.
Hier finden sie Listen mit weiteren Reptilien erfahrenen Tierärzten
Tierarztliste Testudo com.Tierarztliste Testudo-Forum
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Neues Thema: Sepsis

Sepsis während der Winterstarre bei Thb.
Da ich es früh genug entdeckt habe, hat das Tier überlebt. Sie wurde viel zu spät entwurmt, die Stoffwechseltemperatur wurde danach nicht hoch genug gehalten und sie konnte die Giftstoffe und evtl. abgestorbene Würmer nicht mehr ausscheiden.
bald geht´s weiter...
