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Meine Freigehege

Die Gehege versuche ich so naturnah wie möglich einzurichten. Da wir hier sehr schweren lehmigen Boden haben über den dann mit den Jahren immer wieder kompostierte Erde gekommen ist, war der Boden auch in den Gehegen sehr nährstoffreich. Es wuchs hauptsächlich nur Gras. Ich habe jährlich versucht das Gras mit dem Spaten abzutragen und Wildkräuter zu säen, aber mit wenig Erfolg. Das meiste ist garnicht erst gekeimt und die Pflänzchen, die es geschafft haben, wurden ziemlich schnell Opfer der Schildkröten.


Gehege 2    

Das war mein altes boettgeri - Gehege. Viel zu schwerer, nährstoffreicher Boden, zu viel Gras, alles war zu feucht und die Tiere mußten vor allem morgens durch das nasse Gras laufen bis sie die wenigen trockenen Stellen zum sonnen erreichten.

Nachdem ich die tolle Homepage von Wolfgang Wegehaupt und sein super tolles Buch gelesen habe, was ich nur jedem empfehlen kann, gingen mir dann einige Lichter auf. Nun wußte ich woran es lag. Wildkräuter gedeihen besser auf kalkreichem, magerem Boden. Da ich aber die eigentlich schon fertigen Gehege  (ca.150qm) nicht komplett ausschachten wollte um den Kalksteinbruch einzubringen, habe ich mich für die nicht so tolle Variante für faule Leute entschieden und den Kalksteinbruch auf die Erde aufgebracht und teilweise umgegraben und mit der Erde vermischt. Naja, Arbeit hat es auch genug gemacht, also so faul war ich dann doch nicht  ;-)

Das Bestellen von Kalksteinbruch, der eine Körnung von 0-16 haben sollte, erwies sich als sehr schwierig in meiner Gegend. Bei zwei Baustoffhändlern hatte ich schon angefragt, wobei ich aber auf wenig Interesse stieß. Die Versprechen sich zu erkundigen und zurück zu rufen, wurden leider nicht eingehalten. Auch weitere Anfragen blieben unbeachtet. Dann fiel mir noch eine frühere Bekannte ein, die auch in einem Baustoffunternehmen arbeitet und die sich dann wirklich super nett darum kümmerte. Vielen Dank Sabine. Sie konnte mir zwar nicht den Kalksteinbruch (Körnung 0-16) besorgen, aber immerhin Kalksteinschotter. Dieser hat zwar eine Körnung von 0-45, was ja ein erheblicher Unterschied ist, aber schon mal eine Verbesserung.
(NS. vor kurzem habe ich gehört, das es Kalksteinbruch im Hage-Baumarkt geben soll. Werde ich demnächst mal nachfragen.)

Teilweise habe ich den Schotter untergegraben bzw. mit der Erde vermischt. Mit den dickeren Steinen habe ich zu den Seiten hin kleine Anhäufungen gemacht. Hier sind jetzt schöne, schnell abtrocknende Sonnenplätze entstanden. Auf den Wegen liegen somit nur noch die kleinen Steine, die sich gut in den Boden einfügen, damit die Schildkröten nicht auf ihren Hauptwegen über die dicken Steine holpern müssen. 


     


Gehege 2                                                


Hier nun das neu gestaltete boettgeri-Gehege. Neue Hügel, Steine und Wurzeln machen das Gehege unübersichtlicher, damit die Tiere sich besser aus dem Weg gehen können. Das restliche Gras wird mehrmals jährlich mit einem elektrischen Kantenschneider entfernt. Vorher werden alle Tiere sorgsam in das Gewächshaus gesperrt und mehrfach durchgezählt, damit keines verletzt wird.

Zusätzlich ist in jedem Gehege ein zusätzliches Glasgewächshaus, wo auch Bruthügel angelegt sind. Hier haben die Schildkröten immer die passende Temperatur um ihre Eier abzulegen, damit es nicht bei unseren wechselhaften Wetter zur Legenot kommen kann.



Gehege 1       

Für bedeckte Tage stehen hier auch Lampen zum Aufwärmen zur Verfügung.



Gehege 2        
       
Im Frühjahr werden die Bruthügel immer neu gemacht. Aber im Laufe des Sommers sind sie wieder von den Tieren gerade gemacht worden. Trotzdem legen die Weibchen hier noch ihre Eier ab.

Die Schildkröten liegen hier natürlich auch gern zum sonnen. Da das Glas kein UV durchläßt, habe ich nach Osten, Süden und Westen jeweils eine Glasscheibe gegen UV-durchlässiges Kunststoffmaterial aus dem Solariumbau ausgetauscht. Sie sollen angeblich noch UV-durchlässiger sein als Alltop-Platten. Isoliert aber nicht gut, genauso wenig wie die Glasscheiben. Ist aber egal, denn die Häuser dienen ja in diesem Fall nur zum sonnen und zur Eiablage. Für die ganzjährige Haltung wären die Heizkosten untragbar.



Nachts und in der Übergangszeit sind die Tiere im großen Gewächshaus. Es ist durch Thermoscheiben super isoliert. Auch hier können die Tiere an kühleren Tagen die Wärmelampen aufsuchen um auf ihre Stoffwechseltemperatur zu kommen. Danach gehen die Tiere auch bei kühleren Temperaturen raus zum Fressen und kommen dann wieder rein. Man muß nur aufpassen, dass sie nicht von einem kalten Regenguß erwischt werden und sich dann unter einem Gebüsch verkriechen. Dann könnte es sein, das sie da mehrere Tage liegen bleiben bis das Wetter wieder besser wird. Unsere Temperaturen sind einfach nicht mit denen im Habitat vergleichbar. Wenn es da mal regnet, dann ist es ein warmer Regen und danach wird es meistens gleich wieder warm und sonnig. Aus dem Urlaub in südlichen Ländern ist das sicher vielen schon bekannt.




Durch diese Klappen können die Tiere tagsüber das Gewächshaus verlassen. Links gehen Thb, Tm und horsfieldii in das große Gehege und rechts die Thh in ihr Gehege.





        














     


     





September 2008









Da die Umrandung von meinem boettgeri-Gehege, die bisher aus Holz bestand, sich so langsam in Wohlgefallen auflöst, habe ich jetzt stattdessen einige Pflanzsteine als Umrandung aufgestellt. Sie sind nur 30 cm hoch, aber nach innen habe ich etwas die Erde weggegraben, damit die Umrandung für die Kröten von innen höher ist. Bei den großen Gehegen versuchen die Tiere nur selten heraus zu kommen. Sollte dennoch mal eine drüberweg kommen, dann läuft sie im Garten rum und der ist auch nochmal Krötensicher eingezäunt. Wenn man aber den Garten nicht sicher eingezäunt hat, dann sollte man lieber die 50 cm hohen Pflanzsteine benutzen. In die Pflanzsteine habe ich allerlei Wildkräuter und fressbare Pfanzen gepflanzt wie z.B. wilde Malven, Frauenmantel, Akkelei, Löwenzahn, Spitzwegerich, Pfennigkraut, etc.

Jetzt im Herbst werde ich nochmal alle Gehege und Pflanzsteine mit Wildkäutern einsähen und hoffen, das dann mal im nächsten Jahr was übrig bleibt.

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Das neue Frühbeet


Dann habe ich auch noch ein gebrauchtes Alltop-Frühbeet kaufen können. Wobei, da ich nur 1,57 Meter groß bin, für mich die bessere Wahl das Frühbeet mit Satteldach gewesen wäre. Bei diesem Frühbeet komme ich von außen mit den Händen nur in den vorderen Bereich. Wenn ich hinten im Frühbeet mal was machen will, dann muß ich schon reinklettern. Aber das Frühbeet mit Satteldach kommt vielleicht auch nochmal. Man kann eben nicht alles haben. Die Größe von diesem ist 100 x 110 cm.








Eigentlich sollten in zwei Drittel des Frühbeetes meine semiadulten Tiere ab 2 Jahre und auf ein Drittel die Schlüpflinge bis evtl. Einjährigen.
Aber nachdem ich das Frühbeet durchgeteilt habe, finde ich es doch recht klein für beide Gruppen. Also muß auf Dauer noch ein zweites oder ein größeres Frühbeet her. Das Problem ist nur, das ich keinen Platz mehr habe. Zumindest keinen wo den ganzen Tag die Sonne hin kommt.






Hier wird gerade das Fundament aufgebaut. Vorher habe ich einen Teil von unseren Wein-Pflanzen weggemacht. Hier soll später das Freigehege für die semiadulten Tiere hin.

Das Frühbeet kommt auf die bereits bestehenden Gehwegplatten. In Fundamenthöhe wird dann später Gartenerde aufgefüllt. Die Tiere können sich dann nicht weggraben und Ratten, Marder, Mäuse kommen nicht von außen rein. Auf die andere Seite kommt noch ein kleines Freigehege für die Schlüpflinge. Es kommt auch auf die bestehenden Gehwegplatten, damit sie sich nicht weggraben können.


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Frühjahr 2009

Das mit dem Frühbeet habe ich doch wieder geändert. Das Alltop-Frühbeet ist jetzt für die neu entstandene Hercegowinensis-Gruppe. Später mehr.




Für die semiadulten Tiere habe ich ein neues Frühbeet bestellt mit 8 mm Doppelsteg-Verglasung. Leider kein Alltop, aber ich werde hier noch 1-2 Platten austauschen, damit auch hier immer UV durchkommt
.
















Im Innenbereich habe ich eine Steinplatte eingebracht. Unter der Steinplatte befindet sich eine mit Spagnum-Moos gefüllte Schlafhöhe und auf der Steinplatte ist ein Sonnenplatz. Links oben ist der Ausgang, welcher durch angebrachte Kunststoff-Streifen gegen Zugluft schützt.





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Winter 2009




Das Gehege der Semiadulten mit Frühbeet. Hier überwintern keine Tiere. Alle sind jetzt im großen Gewächshaus mit Thermo-Scheiben. Dort kann ich auf 5 Grad zuheizen. Wobei es in diesem Winter an ein paar Tagen recht schwierig war, weil wir draußen bis Minus 18 Grad hatten.



Hier schlummern die adulten Tiere. Sie haben immer Futter, Wasser und Wärmelampen zur Verfügung. Die Lampen-Dauer wird ab Ende Oktober reduziert und die Nachttemperatur langsam auf unter 10 Grad gesenkt. Irgendwann sind dann alle verschwunden. Weiters auf der Seite - Winterstarre -.













Das war erst der erste Schnee im Winter 2009/2010. Später wurde es noch viel schlimmer. Zuletzt hat eine Lawine vom Hausdach noch eine Dachscheibe vom Gewächshaus zertrümmert.


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Frühjahr/Sommer 2010


Sooo, alle Jahre wieder wird etwas umgebaut..... 

..... macht doch immer wieder Spaß                    

.....mir jedenfalls, meinem Mann weniger
   






Da ich ja leider nur zwei Ausgänge am großen Gewächshaus habe, lag ich meinem Mann schon mindestens 2 Jahre in den Ohren, das er mir in einen Fensterrahmen ein Loch als Ausgang für die semiadulten Tiere sägen sollte. Wollte er aber nicht. Dieses Jahr konnte ich ihn endlich überreden. Rechts ist der neue Eingang.   





Leider muß ich jetzt Abends immer den Holzklotz wieder reinmachen und dann den Stein davor stellen, damit keine Ratten oder irgend ein Viehzeug reinkommt. Da muß ich mir noch was anderes überlegen.






Hier das neue Außengehege im Frühjahr, da war es noch nicht so schön bewachsen.




Die neuen Umrandungen sind aus lackiertem Edelstahl, also unkaputtbar.









Und hier das Innengehege.



Hier vorne ist im Winter das Innengehege von den Hercegowinensis. Auch hier sind die neuen Zwischenwände eingebaut, damit es mal  etwas ordentlicher aussieht. Das Holz war doch mit der Zeit schon recht gammelig.



 







Von Frühjahr bis Herbst leben die Hercis in ihrem eigenen Gehege mit Zugang zu einem Alltop-Frühbeet. Links ist das Thh-Gehege und rechts das Therc.-Gehege. Hier ist das Gras schon sehr lang.








Suchbild mit Kröte (nee, mit 2 Kröten)







2-3 mal im Jahr mähe ich in den Gehegen das Gras ganz kurz, wie man hier sieht.




Die Hercis haben auch Zugang zur einen Hälfte des alten Glas-Gewächshauses, wo auch teilweise UV-durchlässige Kunststoff-Scheiben eingesetzt sind. Die andere Hälfte vom Gewächshaus haben die Thh zur Verfügung. Sie gehen Nachts ins große Gewächshaus. In allen Häusern sind Wärmelampen (Sylvania 75 Watt), falls es mal kälter ist. Hier liegen die Tiere gern zum Sonnen und hier legen sie auch meistens die Eier. Wenn der Boden im Frühjahr noch zu kalt ist, dann finden Sie hier oft die passende Stelle mit richtiger Temperatur. So kann man eine Legenot verhindern. Zwischendurch werden die Hügel immer etwas aufgehäufelt und dann etwas platt-getreten. Dann noch eine Kanne Wasser drüber und wenn dann am nächsten Morgen von der Sonne alle aufgeheizt wird und die Erde langsam abtrocket, dann legen die Tiere am liebsten. Dann finden sie meistens sehr schnell einen Platz.



Das ist das Gehege der Thh. In das alte Frühbeet säe ich Futterpflanzen ein, aber nun ist es abgefressen.



Don scheint hier irgendwas zu verwechseln. Das ist NICHT dein Körbchen. Aber das Gras schmeckt so lecker.






Da die Semiadulten nun ein neues Gehege haben, ziehen hier jetzt die einjährigen Nachzuchten ein.



Dieses Frühbeet besteht aus 8 mm Doppelsteg-Platten, ist aber nicht UV-durchlässig. Ich hatte aber noch eine Alltop-Scheibe von 120 x 100 cm. Deshalb haben wird jetzt zwei Scheiben von den Deckeln ausgeschnitten und dann einen Teil der Alltop-Scheibe mit Silikon draufgeklebt. Die Seiten der Alltop-Platte haben wir auch mit Silikon zu geklebt. Für das dritte Dachteil reicht die Platte leider nicht mehr.



Das Reststück dient jetzt als Überdachung vor dem Eingang.




 Hier das angrenzende Freigehege mit den jetzt einjährigen Nachzuchen.




Natürlich mit Draht abgedeckt, damit auch wenn man versehendlich ein Tier draußen übernachtet und sich eingegraben hat, weder Maus, Ratte oder Marder ihr was anhaben kann.








Da will aber einer hoch hinaus.





Hier das innere vom Frühbeet. Da war es noch bepflanzt. Mittlerweile ist alles kahl gefressen.







Auch das große Gehege wurde etwas verändert. Hier leben Thb, Tm und horsfieldii. Hinten ist die bisherige Futterwiese, die jetzt auch mit eingezäunt wurde. Einige Zaunteile kann ich aushaken und übereinander schieben. Ebenso kann ich die bisherige Futterwiese unterteilen und nur bestimmte Teile zum Gehege anfügen. So können immer einige Teile nachwachsen, während ein anderer Teil abgefressen werden kann.






Hier die verlängerte Gehegeumzäunung. Auch bei diesem Gewächshaus wurden nach Osten, Süden und Westen jeweils eine Scheibe durch UV-durchlässiges Kunststoff-Material ausgetauscht. Aber durch die mangelnde Isolierung ist es nur für den Sommer geeignet zum Sonnen und Eier legen.



Hier säe ich in einem abgetrennten Teil auch Wildkräuter aus.





Der frisch aufgehäufte und aufbereitete Bruthügel wird schon mal begutachtet und beschnuppert.









Auch hier kann ich alles mit einem Handgriff abteilen oder wieder öffnen.





Auch hier ist das Gras wieder hoch. Es hat zu viel geregnet im Frühjahr. Wird höchste Zeit das es gemäht wird.








Hier ist noch Baustelle auf der HP.....   ich mache bald weiter....

















    schlürf...









































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