Schlupf von Zwillingen
am 22.07.2009

Heute sind bei mir lebende Zwillinge geschlüpft. Sie waren noch durch die Nabelschnur verbunden. Der Dotter war schon recht gut aufgebraucht und das ist auch gut so.
Ich war sehr überrascht, da ich seit fast 2 Tagen nur einen Kopf gesehen habe, der das Ei angepickt hat. Mich wunderte nur, das die Kröte offenbar recht schief in dem Ei saß. Aber das kommt schon mal vor. Das da nun Zwillinge rauskamen und dann noch gleich groß, damit habe ich garnicht gerechnet.

Hier die beiden mit einem am gleichen Tag geschlüpften Geschwistertier. Die Eier waren gleich groß. Das Geschwistertier wiegt 16 Gramm, die Zwillige je 8 Gramm. Das ist schon ein ganz gutes Gewicht, wenn ich bedenke das die ersten Schlüpflinge meiner Marginata auch nur 8 Gramm wogen und die Hermanni hermanni Nachzuchten immer nur 8-10 Gramm wiegen. Wenn der Größenunterschied der Zwillinge wesentlich größer gewesen wäre, dann ist meistens die Überlebens-Chance des kleineren Tieres geringer.

Da die Nabelschnur recht kurz war und die Tiere sich schon gegenseitig getreten haben, hatte ich bedenken, dass sie sich mit den kleinen Krallen an der Nabelschnur verletzen. Deshalb habe ich schnellstens die Nabelschnur an beiden Tieren - nicht zu nah am Bauchpanzer - abgebunden und dann in der Mitte zwischen den beiden Fäden durchgeschnitten. Das Garn habe ich mir im letzten Jahr schon von einem Tierarzt geholt. Es ist ein Garn, dass sich später ganz auflöst.

Leider hat der rechte Zwilling nur ein Auge, was man hier vielleicht sehen kann. Es sieht eigentlich so aus, als ob das Auge geschlossen ist, aber es ist keins da. Auch mit einem Auge kann er gut überleben.

Auf der linken Seite hat der rechte Zwilling ganz normal ein Auge. Er hat keine Panzeranomalien. Wobei der linke Zwilling leichte Panzeranomalien hat.

Hier nochmal der Größenunterschied zwischen den Zwillingen und dem gleichalten Geschwistertier.

Hier auch nochmal der Größenunterschied von oben und man sieht auch deutlich die leichte Panzeranomalie des einen Zwilling.

Jetzt noch etwas jodhaltige Salbe - Betaisodona - auf den abgebundenen Dotter...

...und dann in ein Schälchen mit feuchter Küchenrolle und zurück in die Brutglucke.
Mittlerweile sind aus diesem Gelege, außer den Zwillingen insgesamt noch weitere 4 normale Tiere ohne Anomalien geschlüpft. Alle Tiere sind recht groß und wiegen 14-16 Gramm.
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26.08.2009
Aus dem 6. Ei schlüpfte noch ein Tier mit einem großen Dotter. Aber auch nach Abbinden und Jodsalbe verstarb es nach ca. 14 Tagen.
Die beiden Zwilling sind immer noch wohl auf.
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27.03.2010
Der Zwilling mit einem Auge hat die Winterstarre leider nicht überstanden. Der andere ist fit, wiegt wieder 8 Gramm, nachdem er vor der Starre ein Gramm abgenommen hatte und hat schon ein neues Zuhause gefunden.
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Neues vom überlebenden Zwilling aus seinem neuen Zuhause. Die/der Kleine wiegt jetzt mittlerweile 19 Gramm und ist fit wie die anderen Tiere. Eben nur kleiner, aber das ändert sich noch.

Sommer 2008

Im Sommer 2008 hatte ich einen toten Zwilling der noch mit dem Schlüpfling verbunden war. Ich habe den Dottersack am lebenden Zwilling abgebunden und dann den toten Zwilling abgeschnitten. Dazu habe ich Nähgarn vom Tierarzt benutzt, welches sich später auflöst. Dann kam etwas jodhaltige Salbe auf die Stelle und das Tier noch ein paar Tage in ein Schälchen mit feuchter Küchenrolle in die Brutglucke.
Kurze Zeit später war schon nichts mehr zu sehen.
